Liebe Lieblingsfrau,
es ist wieder Oktober. Die Blätter färben sich bunt, die Luft wird kühler, die Tage kürzer. Überall hängen Kürbisse an Fenstern, Plastikspinnen zieren Regale und in den Supermärkten stapeln sich Süßigkeiten neben Hexenhüten und Kunstblut. Halloween steht vor der Tür. Und wie jedes Jahr werden wir eingeladen, uns zu verkleiden, zu erschrecken, zu feiern und für eine Nacht jemand anderes zu sein.
Doch heute frage ich Dich etwas: Was wäre, wenn Du in dieser Nacht nicht jemand anderes sein müsstest, sondern ganz Du selbst? Ohne Maske. Ohne Pflicht. Ohne Party-Stress. Was wäre, wenn Halloween für Dich kein oberflächliches Fest wäre, sondern ein heiliges Ritual? Ein Raum, in dem Du Dir selbst näherkommst. Eine Zeit, in der Du loslässt, was nicht mehr zu Dir gehört. Und Platz schaffst für das, was wirklich in Dir wachsen will.
Denn Halloween ist mehr als Spuk und Spaß. Es ist ein uraltes Übergangsfest. Es markiert das Ende des Sommers, den Beginn der dunklen Jahreszeit, den Moment, in dem das Licht sich zurückzieht und wir eingeladen sind, nach innen zu schauen. Die Kelten nannten es Samhain und sie glaubten, dass in dieser Nacht die Grenzen zwischen den Welten besonders durchlässig seien. Zwischen Vergangenheit und Zukunft. Zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem. Zwischen dem, was war, und dem, was werden darf.
Und genau das, liebe Lieblingsfrau, ist Deine Einladung.
1. Warum ein Ritual mehr bewirken kann als jede Party
Wir Frauen sind oft so sehr im Außen, dass wir kaum noch spüren, was in uns vorgeht. Wir organisieren, wir kümmern uns, wir funktionieren. Und manchmal, wenn wir uns dann doch mal einen Abend für uns nehmen, landen wir in einem Lichtermeer aus Reizen. Feiern. Trinken. Lachen. Scrollen. Weiter machen.
All das ist okay. Du darfst feiern. Du darfst laut sein. Du darfst tanzen und Glitzer tragen. Aber vielleicht, ganz vielleicht, spürst Du auch, dass etwas Tieferes ruft. Etwas, das nicht inszeniert ist. Etwas, das echt ist.
Ein Ritual ist kein esoterisches Schauspiel. Es ist ein Moment, in dem Du Dich selbst siehst. Es ist ein sicherer Raum, den Du Dir erschaffst, um zu fühlen. Um loszulassen. Um Dich mit dem zu verbinden, was in Dir lebendig ist.
Und in einer Nacht wie Halloween, in der so viele Menschen bewusst oder unbewusst Masken aufsetzen, darfst Du Deine ganz bewusst abnehmen. Du darfst Dich zeigen. Mit Deiner Traurigkeit. Mit Deinem Stolz. Mit Deiner Müdigkeit. Mit Deiner Hoffnung.
Du brauchst dafür keine Kerzen, keine Karten, keine Räucherstäbchen. Du brauchst nur Dich selbst und den Mut, Dir ein paar Minuten zu schenken, die nur Dir gehören.
2. Ein ganz persönliches Halloween-Ritual nur für Dich
Wenn Du dieses Jahr kein Kostüm tragen möchtest, kein Fest planen willst, keinen Horrorfilm schauen magst, sondern spürst, dass Du nach Stille und Tiefe suchst, dann probiere es aus: Ein Ritual für Dich. Ohne Schnickschnack. Ohne Druck. Ohne Publikum.
Hier ist eine Idee für ein Ritual, das Du ganz einfach zu Hause machen kannst. Nimm Dir mindestens 30 Minuten, in denen Du nicht gestört wirst. Schalte Dein Handy aus oder leg es weit weg. Mach Dir eine Tasse Tee, zieh Dir etwas Bequemes an, vielleicht auch etwas Besonderes – etwas, das sich gut auf Deiner Haut anfühlt und Dir das Gefühl gibt, bei Dir angekommen zu sein.
Dann zünde eine Kerze an. Vielleicht auch mehrere. Und setze Dich aufrecht hin. Du musst nichts erreichen. Du darfst einfach nur da sein. Atme ein paar Mal tief ein und aus. Schließe die Augen. Spüre, wie der Boden Dich trägt.
Und dann stelle Dir innerlich eine Frage:
Was darf gehen?
Lass diese Frage in Dir wirken. Vielleicht tauchen Bilder auf. Erinnerungen. Gefühle. Vielleicht ist da ein alter Schmerz, der noch irgendwo sitzt. Eine Enttäuschung, die Du zu lange mitgetragen hast. Ein Glaubenssatz, der Dir nicht mehr dient. Ein innerer Kritiker, der Dich klein hält.
Schreib alles auf, was Dir einfällt. Ohne nachzudenken. Ohne zu zensieren. Ohne Rücksicht auf Lesbarkeit. Schreib Dir von der Seele, was Du nicht mehr brauchst. Und dann – nimm dieses Blatt Papier und verbrenne es. Oder zerreiße es in viele kleine Stücke und wirf sie in den Wind. Oder vergrabe sie im Garten.
Und während Du das tust, sage laut:
Ich lasse los, was nicht mehr zu mir gehört. Ich bin bereit für das, was kommen darf.
Dann setze Dich wieder hin. Atme. Spüre. Und bleibe noch einen Moment mit Dir selbst. In Stille. In Würde. In Verbundenheit.
2. Was dieses Ritual für Dich verändern kann
Vielleicht denkst Du jetzt: So ein bisschen Papier verbrennen, das macht doch nichts. Aber liebe Lieblingsfrau – Rituale wirken nicht, weil sie laut sind. Sie wirken, weil sie bewusst sind. Weil Du Dir die Erlaubnis gibst, etwas zu verändern.
Ein Ritual ist wie ein seelisches Reset. Es hilft Dir, alte Schleifen zu durchbrechen. Klarer zu spüren, was Du willst. Und mutiger zu leben, was Du fühlst. Es geht nicht darum, dass danach alles anders ist. Aber Du wirst anders sein. Weniger belastet. Mehr bei Dir.
Dieses kleine Halloween-Ritual kann der Anfang sein für eine neue Beziehung zu Dir selbst. Eine, die auf Echtheit basiert statt auf Erwartung. Eine, in der Du nicht mehr alles mit Dir herumschleppst, nur weil Du es gewohnt bist. Sondern in der Du Platz machst. Für Dich. Für Neues. Für Leichtigkeit. Für das Leben, das Du wirklich willst.
3. Fazit: Halloween darf magisch sein – auch ohne Party
Du bist keine Frau, die sich mit Oberflächlichkeit zufrieden gibt. Du bist nicht hier, um Rollen zu spielen oder Erwartungen zu erfüllen. Du bist hier, um echt zu sein. Um zu fühlen. Um loszulassen. Um zu wachsen.
Dieses Halloween musst Du niemandem etwas beweisen. Du musst nicht perfekt dekorieren. Du musst kein tolles Outfit tragen. Du darfst einfach sein.
Du darfst still sein. Du darfst tief sein. Du darfst anders sein.
Und wenn Du bereit bist, dann nutze diesen einen Abend im Jahr, um eine Tür zu öffnen – nicht nach außen, sondern nach innen.
Lass los, was nicht mehr zu Dir gehört. Spür nach, was noch in Dir lebt. Und sag Ja zu Dir selbst, mit allem, was dazugehört.
Denn Du bist eine Lieblingsfrau. Und Du darfst alles sein. Auch eine Frau, die sich selbst zurückholt. Stück für Stück.





